Old but Gold – Die Fuji X10 im Gebrauchttest

Auch wenn sich im Bereich der Digitalkameras in den letzten Jahren viel getan hat, der wichtigste Faktor ist und bleibt die Optik. Ein schlechtes Objektiv ist auch durch die beste Technik nur bedingt zu kompensieren. Man nehme diverse Weichzeichner die als „Portraitmodus“ (sic!) getarnt versuchen Smartphonefotos schöner zu machen als Beispiel.

Daher habe ich meiner guten Freundin Kathi, als sie mich um eine preiswerte Kameraempfehlung fragte, eine gebrauchte Fuji X10 empfohlen. Auch wenn die Kamera bereits 2011 auf den Markt kam und eine Jahre am Buckel hat, der Bildqualität und vor allem Schärfe tut dies keinen Abbruch. Fuji hat in meinen Augen die besten Optiken, wenn man von den unerschwinglichen Hasselblad und Leica Modellen absieht. Und abgesehen von einem guten Sensor ist das die wichtigste Eigenschaft einer digitalen Kamera.

Besonders optisch ist die Fuji X10 immernoch allererste Sahne. Der an klassische 70er-Jahre-Kameras angelehnte Body im Retroflair sieht einfach besser aus als die ansonsten eher lieblos designten Kameras heutzutage. Auch das Einschalten durch Drehen am Zoomrad des Objektivs finde ich ein nettes Feature, da es einen Knopfdruck erspart und die Kamera schneller Einsatzbereit ist.

Das 7,5 – 28 mm (auf Vollformat umgerechnet 24 – 105mm) f 2.0 – f2.8 Objektiv glänzt durch beeindruckende Werte. Ein weiter Zoombereich, große Lichtstärke, und auch wenig Schärfeverlust bei Offenblende. Alles was man sich von einer Digitalkamera wünscht. Aber wie gut die Kamera das ganze auch in der Praxis umsetzen kann, das habe ich in der Praxis getestet.

Beim Fotoshooting mit Melissa zeigte sich bereits die Klasse der Kamera. Der elekronische Zoom ist zwar nicht superschnell, aber sitzt dafür perfekt und hat auch bei Offenblende eine knackige Schärfe sowie eine tolle Farbwiedergabe. Die Bilddynamik ist im typischen Fuji Style und erlaubte mir nicht mein klassisches Canon Post-Processing, das ich ansonsten bei Portraitfotos anwende. Der erfrischende Bildlook den ich (im Vergleich mit den in den Canon und Nikon Kameras verbauten Sensoren) ebenfalls als etwas retro einstufen würde, ist für mich eine absolut wilkommene Abwechslung.

Ein riesengroßer Vorteil der Kamera ist der Elektronische Veschluss, der eine externe Blitzsynchronisation bis zu einer 1/2000 Sekunde erlaubt. Im Vergleich: Eine Spiegelreflexkamera schafft auf grund des Machanischen Verschlusses gerade einmal 1/160 – 1/320. So kann man auch am Hellichten Tag einen Aufhellblitz verwenden ohne die Blende schließen zu müssen und dadurch das Bokeh zu verlieren.

Auch in der Haptik ist die kleine Fuji durchaus Sympathisch. Zwar kann man die Bedienbarkeit nicht mit einer Spiegelreflexkamera vergleichen, dennoch haben die wichtigsten Schnellfunktionen einen Knopf, und man kann schnell zwischen den einzelnen Modi umschalten oder Einstellungen verändern.

Aber hier zum wichtigsten Teil.Denn die Beispielbilder zeigen wie gut die Kamera wirklich ist:

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