Lens Review: Simga 50mm f1.4 ART

There’s a new weapon of choice. Nennen wir es mal so. Seit ich das Sigma 50mm f1.4 das erste mal auf meiner Canon 5D mk iv hatte, wusste ich, dass diese Linse wohl das „Immerdraufobjektiv“ für die nächste Zeit wird. Und so hatte ich dieses Objektiv nun bei einigen Shootings im Einsatz und kann wohl einige Dinge in diesem Review vermerken. Aber beginnen wir wie immer mit den Specs:

Brennweite: 50mm
Blende: f/1.4 – f/16
Blendenlammelen: 9
Naheinstellgrenze: 40cm
Gewicht: 855g
Filtergewinde: 77mm

Wie bereits erwähnt, habe ich ja schon einige Shootings mit dem Sigma 50mm absolviert und jede Menge Impressionen gewonnen. Da das Objektiv ja zu meinem Standardobjektiv für vieles wurde, kann ich meine positive Bewertung wohl vorwegnehmen. Um zu zeigen, was das Objektiv wirklich drauf hat, nehme ich hier beispielshaft die Fotos vom Shooting mit Johanna, wo ich nur mit dem 50mm arbeitete.

An einem Spätwintertag Ende Februar, an dem die Corona-Krise noch bei weitem nicht in Sicht war, machte ich mich gemeinsam mit Johanna auf die Suche nach Fotospots in Oberwölz. Da das Wetter eher bedeckt und nciht besoders farbenfroh war, entschieden wir uns für ein paar simple Locations, die zumindest ein wenig Bunt in den Tag brachten. Die Bedingungen waren aber prefekt um eine 50mm Objektiv auf Stärken und Schwächen testen zu können. Denn die Mirkospots, also Fotospots die man oft einfach übersehen würde und manchmal nur aus einer Perspektive wirklich Sinn machen sind perfekt um die Festbrennweite auf die Tauglichkeit zu prüfen.

Alleine die Haptik der 855 Gramm schweren Linse macht gleich von Beginn an klar, dass man hier ein hochwertiges Glas an seiner Kamera hat. Das Metalgehäuse greift sich gut an und ist kein Vergleich zum Plastikgehäuses des Canon 50mm. Allerdings fällt es natürlich auch weit mehr ins Gewicht als andere Objektive dieser Brennweite, was nach längerer Zeit um den Hals auch spürbar wird. Doch die 13 Optischen Elemente schlagen sich im Vergleich zu Canons 8 Elementen auch deutlich in der Bildqualität nieder. So ist das Sigma wohl eine der schärfsten Linsen in diesem Brennweitenbreich. Bereits von der ersten Minute an war ich von der Schärfe des Objektivs in den Bann gezogen. Für Portraits ist dies im Moment meine absolut erste Wahl und sticht sogar alle 70-200 mm Objekitve aus. Zu sehr mag ich den Einsatzbereichs der Linse.

Mit Johanna habe ich verschiedenste Setups an diesem Tag versucht: Direktes Licht mit hohem Kontrast, bewölkter Himmel und sanfte Kontraste, Close-Ups und Ganzkörpershots. In allen Situationen überzeugte mich das Sigma und lieferte Top Ergebnisse. Lediglich wenn das Objekt im Fokus auf mittlere Distanz (ca 7-10 Meter) entfernt war, traf der Autofokus bei Offenblende nicht immer. Hier musste ich auf den elektronischen Autofokus im Live-View zurückgreifen, was aber kein wirkliches Problem war.

Die Schärfe des Objektivs sucht wahrlich seinesgleichens und konnte in allen Bereichen überzeugen. Auch der knackige Kontrast und die Farbwiedergabe sorgten bereits für top Ergebnisse aus der Kamera, die auch bei Post-Processing richtig Spaß machten. Dieses Objektiv möchte man wohl eigentlich immer an seiner Kamera haben. Lediglich für Wanderungen oder Aktivitäten, bei denen jedes Gramm zählt, würde ich zusätzlich noch das Canon 50mm f1.8 behalten, da es bei einem Viertel des Gewichts doch deutlich bequemer einzupacken ist. Ansonsten ist das Sigma in fast allen Bereichen eine Klasse für sich (Bokeh ist immer so ein Streitpunkt, hier können vor allem Retroobjetive in manchen Bereichen punkten).

Fazit:
Ich war schon immer ein absoluter Fan von 50mm Objekitven und habe mittlerweile auch einige Stücke in meiner Sammlung. Aber das Sigma 50mm f1.4 ART sticht bei weitem heraus. In Sachen Bildqualität bekommt man hier die absolute Spitzenklasse. Auch bei Offenblende hat das Objektiv eine Qualität und Schärfe, die perfekt für Portraits ist und für wirklich stimmige Bilder sorgt. Die Lichtstärke macht es zu einem Einsatzgerät auch in schwierigen Verhältnissen. Ein Objektiv, das man eigentlich immer im Fotorucksack haben könnte, wenn das große Gewicht nicht wäre. Dies bleibt aber das einzige Manko.

+ Bildqualität
+ Schärfe
+ Kontrast
+ wening Vignettierung
+ Hochweritge Verarbeitung
+ Preis / Leistung

– Hohes Gewicht

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