Im Atelier von LIS . ALEIN

„Früher war es das Zimmer meiner Oma, aber nun habe ich die Chance bekommen, es in mein Atelier umzuwandeln.“ Lisa aka. „LIS . ALEIN“ begrüßt mich mit einer freundlichen Erklärung in ihrem im Erdgeschoss liegenden Atelier. Eine Konversation auf Instagram brachte uns auf die Idee des gemeinsamen Fotoprojekts, denn schon länger hatte ich die Idee des Portraitfotos einer Person, die an der Staffelei arbeitet. Das dies aber nur eines von unzähligen Motiven an diesem Shootingtag war, liegt auf der Hand. Denn das Portfolio von LIS.ALEIN ist groß. Von Arbeiten an der Staffelei über Epoxidharz Kunstwerke bis hin zu Acryl-Pouring sind hier diverseste Techniken vertreten, was auch die diversesten Utensilien und Farben in den Regalen widerspiegeln.

Lisa ist eine beeindruckende Person, man merkt ihr das permanente Streben nach kreativer Weiterentwicklung schon ab den ersten Sätzen an.  Ein Mensch voller Visionen und Ideen. Perfekt um während des Fotografierens bzw. des Kunsthandwerks über das Leben, die Kunst und die Zukunft zu philosophieren. So entstand eine sehr entspannte Atmosphäre in der ich Lisa Arbeiten lies und währenddessen Fotos von ihr und ihrer Arbeit anfertigte.

Ich verzichtete hierbei auf Blitz und andere künstliche Lichtquellen und legte das Hauptaugenmerk auf das natürliche Morgenlicht, das durch zwei große ostseitige Fenster in den Raum strömte. Neben meinem Sigma ART 50mm Objektiv, das in solchen Situationen immer mein Go-To-Objektiv ist, kam auch vermehrt mein neues Tamron 24-70mm f2.8 zum Einsatz, da sich durch den weiteren Bildwinkel spannende Perspektiven ergaben.

Während Lisa ein Bild mit der Acryl-Pouring Technik anfertigte und danach noch zwei Bilder auf braunem Naturcanvas anfertigte machte ich knapp 1.200 Fotos von Ihr und dem Ambiente. Da wir beide so vertieft in unsere jeweilige Arbeit waren, vergingen die anberaumten zwei Stunden zügig. Am Ende hatte Lisa drei Kunstwerke geschaffen und ich meine erhofften Fotos im Kasten. Auch ich werde mir ein Bild von Lisa (das aber noch nicht entstanden ist) in meine Wohnung hängen. Und für alle die sich beim Betrachten der Bilder fragen wo Kunst eigentlich anfängt oder aufhört: Ich weiß es nicht und Lisa weiß es auch nicht.

 

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