Fujifilm X100 – Auch 10 Jahre nach dem Release noch TOP!

Im September 2010 stellte Fujifilm auf der Photokina die X-100 zum ersten Mal vor. Zehn Jahre und fünf Generationen später hat die Prime-Kompaktkamera mit dem 23mm (35mm Vollformatäquivalent) f/2.0 Festbrennweitenobjektiv noch immer eine breite Fanbase. Zu dieser zähle auch ich mich, weshalb die originale X100 einen immensen Wert in meiner Kamerasammlung hat. Auch wenn sie nach einigen Jahren im Einsatz und zig Fotoreisen schon etwas mitgenommen ist, bleiben Qualität und dem Stil der Bilder konstant top. Und so habe ich für ein Fotoshooting die Fujifilm X100 herangezogen um zu zeigen was die Kamera auch nach 10 Jahren noch auf dem Kasten hat.

Auch wenn die kleine Kompaktkamera mit dem 35mm Objektiv eigentlich keine Portraitkamera ist und dies auch eine Brennweite ist, die ich für solche Shootings eher weniger verwende, war es dennoch spannend zu sehen wie die Ergebnisse so werden. Gemeinsam mit Model Elli war ich in Wien unterwegs um die perfekten Spots zu finden und in Bildern festzuhalten. Rund um den Schwarzenbergplatz bot sich die perfekte Mischung aus Urbanität und Natur: Denkmäler, Blumenschmuck, abgebröckelte Wände – viele Möglichkeiten befinden sich hier in nächster Umgebung.

Das dezente aber beeindruckende Bokeh lässt sich zwar nicht mit jenem einer 50mm oder noch längeren Brennweite vergleichen, hebt das Motiv allerdings gut vom Hintergrund ab um so eine gewisse Tiefe des Bilds zu schaffen. Vor allem die Schärfe der Linse begeistert mich jedes mal wieder und lässt einige meiner Canon L-Serie Objektive alt aussehen. So werden Portraits mit der richtigen Verschlusszeit auch bei Offenblende richtig knackig.

Mittlerweile hat die Kamera im Vergleich zu neueren Modellen natürlich einige Schwächen. Besonders in höheren ISO Bereichen ab ca. 500 zeigt sich schnell ein deutliches Rauschen, das man heutzutage erst ab ganz anderen ISO Stufen erwartet. So hatte ich beim Shooting mit Elli ab und zu Schwierigkeiten die richtige Balance aus möglichst hoher Verschlusszeit und möglichst niedrigem ISO zu finden. Der Shutterspeed war an diesem düsteren Tag um 1/60, der ISO Wert lag bei 500.

Fazit: Auch heute noch zählt die Fuji X-100 noch immer zu den Kameras mit der man guten Gewissens losziehen kann und auch ohne viel anderes Equipment mit jeder Menge top Fotos nach Hause kommt. Besonders für Streetfotografie und Portraits (auch wenn ich das leider viel zu selten mit dieser Kamera mache) bietet die Kamera wahnsinnig viel Spaß und ist am Gebrauchtmarkt möglicherweise ein Schnäppchen für Fotografiebegeisterte.

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