Die vielleicht schönste Wanderung im Sölktal

Bergwanderungen sind ja immer eine sehr subjektive Sache. Um diese Wanderung nicht nur in Worten beschreiben zu müssen, habe ich auch auf jeder Menge Fotos festgehalten, warum der abwechslungsreiche Aufstieg auf das Deneck wirklich einer meiner persönlichen Favoriten ist.

Die Wanderroute auf das 2433m hohe Deneck kann man entweder bei der Kaltenbachalm oder beim Parkplatz auf der ca. 50 Höhenmeter höher gelegenen Kehre der Erzherzog-Johann-Straße beginnen. Im Zickzack-Kurs durch den Wald beginnt der Aufstieg zum ersten Highlight der Tour: Der Untere Kaltenbachsee, der auch der größte der drei Gebirgsseen entlang der Route ist. Hier bietet sich der perfekter Platz für eine erste Trinkpause, bevor es in nordwestlicher Richtung weiter zum Mittleren Kaltenbachsee geht. Ab hier hat die Wannderroute schon eher alpinen Charakter. Einige Höhenmeter über dem Mittleren Kaltenbachsee bietet sich ein perfektes Fotomotiv, denn die Aussicht auf die beiden Seen sowie die Erzherzog-Johann-Straße und die dahinterliegenden Gebirgsgipfel (Unter anderem Hornfelspitz, Rettlkirchspitz und Hochstubofen) ist unbeschreiblich.

Weiter geht es zu dem kleinsten der Seen, dem Oberen Kaltenbachsee und von dort über einen steilen Anstieg auf die Anhöhe der Ettrachböden, einer Hochebene, die zwischen den zerklüfteten Gipfeln und Graten eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Hier konnten wir bei unserem Aufstieg sogar eine einsame Gams beobachten, die meiner Kamera tatsächlich recht nahe kam – Ein äußerst seltener Moment.

Der weitere Weg zum Gipfel führt nun entweder über einen Vorgipfel oder daran vorbei (eine Abkürzung von ca. 5 – 10 Minuten, die wir am Rückweg nahmen). Der letzte Aufstieg zum Gipfel sieht von unten noch einmal richtig knackig aus, entpuppt sich aber als halb so schlimm. Nach ca. 2 Stunden 30 Minuten hat unsere vierköpfige Wandergruppe den Gipfel erreicht. Erfahrene Wanderer schaffen die Strecke in ca. 2 Stunden, doch auf Grund von einigen Fotopausen brauchten wir ein bisschen länger. Das Gipfelkreuz ist eines der schönsten in den Niederen Tauern und reflektiert durch die Edelstahlveredelung den Himmel und in unserem Fall die untergehende Sonne.

Während sich der Himmel in ein abendliches Orange färbte genoss unsere Gipfelclique die Gipfeljause. Ich hielt die pitureske Szenerie auf einigen Fotos und einem Panorama fest. Leider versteckte sich der „Gluatmugl“ bei Sonnenuntergang hinter einer Wolkendecke und kam nur noch ganz kurz zum Vorschein.

Der Abstieg begann bei einbrechender Dämmerung und endete zwei Stunden später in völliger Dunkelheit beim Ausgangspunkt. Ohne Stirnlampen ist ein Abstieg in der Dunkelheit besonders im letzten Teil der Wanderung undenkbar, denn sogar in einer mondbeleuchteten Nacht ist es in diesem Waldteil stockdunkel.

Noch ein paar Eckdaten zur Gipfelwanderung:
Distanz: 7km
Höhendifferenz: 800hm
Dauer: ca. 2-3 Stunden

Wie beeindruckend die Impressionen waren, seht ihr aber am besten selbst auf den Bildern:

 

 

 

 

 

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