Die tierische Seite des Winters

Portraitfotos im Neuschnee sind ja schon ein Traum an sich. Die Kulisse ist fein, das Licht ist gut – Perfekte Voraussetzungen um stimmige Bilder zu kreieren. Doch kann man das ganze noch toppen? Aber natürlich, indem man ein bisschen Action ins Spiel bringt. Und ausnahmsweise ist die Action nicht mit Snowboarden oder Freestyle Skiing verbunden. Denn die Deutsche Schäferhündin Kira samt Frauchen (Darf man das noch schreiben?) Maritha luden mich zum Fotoshooting am Scheiflinger Lindberg.

Die Sache mit dem Hund

Kinder und Tiere – so sagt man – machen alles schwieriger und unplanbarer. Zum Glück ist Kira ein perfekt erzogener Schäferhund, der sofort auf Kommandos hört und sich so gut durch ein Fotoshooting im Schnee steuern lässt. Dennoch ist das Fotografieren mit einem pfeilschnellen Hund wie diesem alles andere als einfach, da die Kamera wirklich an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht wird. Mehr dazu aber später. Denn das Shooting begann erstmal mit „simplen“ Portraitfotos mit Hund, also noch ohne große Bewegung in den Bildern. Kleinere Tricks, wie das klassische High-5 dienten auch als Aufwärmübung für den Hund. Doch bei den ruhigen Fotos blieb es nicht lange, denn Kira freute sich über den Neuschnee und verschwand nach einem ersten Sprung in den Tiefschnee beinahe zur Gänze im winterlichen Weiß.

Einen leicht abschüssigen Hang nutzen Maritha und ich, um Kira über eine Schneewechte springen zu lassen und den perfekten Moment im Flug abzulichten. Während Maritha vom Oberhang Schneebälle, die von Kira wie verrückt verfolgt wurden, warf, kniete ich hangabwärts im Tiefschnee, um den perfekten Winkel zu bekommen. Hier kam meine Kamera trotz superschnellem 70-200 Telezoom an ihre Grenzen, da Kira mit einer solchen Geschwindigkeit über die Schneewechte schoss. Nach einigen geworfenen Schneebällen hatte ich genug Shots im Kasten und fühlte mich bereits ein bisschen wie ein Schneemann, da mich Kira beim abbremsen regelmäßig mit Pulverschnee einstaubte. Zum Abschluss des Shootings warfen wir noch ein paar Schneebälle, die die Schäferhündin elegant in der Luft schnappte und zerstäubte. Leicht durchnässt und (im Gegensatz zum noch immer energiegeladenen Hund) etwas müde beschloss ich nach zirka einer Stunde Spaß im Schnee, dass genug Fotos im Kasten waren. Und der Outcome kann sich auch wirklich sehen lassen. Da freue ich mich bereits auf das nächste tierische Fotoshooting!

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